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29.08.2020

Kindergarten hat Priorität

Von Klaus Schmiederer

Der Vorstand der CDU Oppenau und die Gemeinderatsfraktion haben sich zu einer gemeinsamen Sitzung im Gasthaus Bierhäusle in Oppenau-Ramsbach getroffen – denn in Ramsbach stehen gleich drei Kernprojekte für die CDU Oppenau auf der näheren Agenda.

„Wir müssen ohne Verzögerung an dem Thema Kindergartenneubau arbeiten und im Gemeinderat die nächsten zeitnahen Schritte und einen konkreten Fahrplan einfordern“, stellte der Ortsverbandsvorsitzende Dr. Jörg Peter zu Beginn klar. „Dazu gehört für mich die Ausarbeitung der für einen Neubau vorgesehenen Fläche zwischen Ortsverwaltung und ehemaligem Schulgebäude, sowie parallel die gleichzeitige Entwurfsplanung eines möglichen Gebäudekörpers um wichtige Zeit zu gewinnen“.

Die anwesenden CDU-Gemeinderäte führten in den vergangenen Tagen viele Gespräche mit Eltern die aktuell auf einen Kindergartenplatz warten und begrüßen als Fraktion die schnelle Umsetzung des Waldkindergartens mit ca. 20 neuen Betreuungsplätzen. „Allerdings kann und sollte dieses Zusatzangebot auf Dauer immer eine gleichwertige naturnahe Alternative für interessierte Eltern und Kinder bleiben“, so Fraktionsvorsitzender Klaus Schmiederer. „Eine weiterhin ausgeprägte Nachfrage nach raumintensiven U3-Plätzen, Zuzug und das anstehende Baugebiet Farn Süd lassen die Kapazitätsprobleme schnell weiter anspannen, wir müssen mit Nachdruck handeln, denn: Wir haben die Mittel im Haushalt 2021, die aktuellen Förderprogramme sind zudem lukrativ, aber zeitlich eng begrenzt.“

In der Konzeption der zur Verfügung stehenden Fläche in Ramsbach steht zudem das Projekt Neubau einer Rettungswache – das durch die CDU Oppenau initiiert wurde und in den Gemeinderäten Oppenau und Bad Peterstal-Griesbach entsprechenden Rückhalt fand. „Die Entwicklung der Einhaltung der rettungsdienstlichen Hilfsfristen im Ortenaukreis durch hauptamtliche Rettungskräfte, speziell in den ländlichen Gebieten, ist seit 2018 weiterhin rückläufig und nicht akzeptabel. Wir arbeiten hier fortwährend mit Nachdruck daran, dass endlich eine Gleichbehandlung von städtischen und ländlichen Gebieten stattfindet. Es kann und darf nicht sein, dass unsere unermüdlichen ‚Helfer vor Ort‘ im Ehrenamt in großen Teilen für die Bürger die Hilfsfristen sicherstellen und in einwohnerstarken Kommunen Kapazitäten ausgebaut werden“, so Schmiederer.

Mit der Breitbandversorgung steht zukünftig mehr als 100 Anschließern im Bereich Höfle mit dem für Oppenau wichtigen Gewerbegebiet zeitnah High-Speed-Internet zur Verfügung – die Vorarbeiten sind nahezu beendet. Mit dem Anbieter Vodafone ist zudem inzwischen ein Netzbetreiber gefunden. „Ramsbach wird als einer der ersten Versorgungsbereiche der Breitband Ortenau GmbH ans Netz gehen“, freut sich Ortsvorsteher Hubert Treyer auf die dringend notwendige Verbesserung der Infrastruktur.

Borkenkäferentwicklung bereitet Sorgen

Mit großer Sorge wurde von den Anwesenden ein Pressebericht und Bilder zur Situation in und um den „Nationalpark Harz“ zur Kenntnis genommen, um den alleine in der dortigen 500 Meter - Schutzzone im Jahr 2019 ca. 140.000 Festmeter Holz dem Käferbefall zum Opfer fielen nach nahezu identischer Schadenslage 2018.

„Wir haben hier bei uns im Schwarzwald und in Oppenau ebenfalls zwei wirklich große Schadenjahre hinter uns. Momentan ist der Käferbefall, mit viel Glück, in unseren Wäldern zwar geringer – allerdings gibt es wohl auch bei uns aktuell größere Kalamitäten und Arbeiten an der Grenze zum Nationalpark. Unsere Privatwaldbesitzer brauchen hier unseren Rückhalt, wir dürfen keine weiteren Benachteiligungen außerhalb der vereinbarten Gebiete dulden“, fordert CDU-Stadtrat Timo Frischmuth unter Zustimmung aller Anwesenden.

Mit einem Ausblick beendete Dr. Jörg Peter die Sitzung, denn aktuell haben auch die Planungen für den durch die CDU-Fraktion im Gemeinderat initiierten Landschaftspflegetag begonnen. Dieser soll Ende Februar 2021 in der Kernstadt stattfinden und mit tatkräftiger Beteiligung der Bevölkerung das gemeinsame Landschaftsbild weiter verschönern.